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Mineralien, Fossilien und Gesteine

Landschaften in Franken

 „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein! 

 Wer lange sitzt, muß rosten, 

 den allersonnigsten Sonnenschein läßt uns der Himmel kosten. 

 Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, 

ich will zu guter Sommerzeit ins Land der Franken fahren!“

(VIKTOR VON SCHEFFEL. Dichtender Wandersmann. Geschrieben am Staffelstein).

 Ruhend auf dem Grundgebirge, liegt unser Teil der Süddeutschen Großscholle, bedeckt von Gesteinen des Deckgebirges des sog. Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Das Schichtstufenland entstand durch durch die tektonische Bewegungen (aufwölben zwischen Paris-Böhmerwald) und dem Einbruch des Oberrheingrabens. 

Politisch geteilt in Unter-, Mittel- und Oberfranken und gebietsweise mit vermischten Sprach- und Kulturgrenzen zu Baden Württemberg („Hohenloher Land“), Hessen (Odenwald, Spessart, Rhön) und Thüringen (Rhön, Haßberge, Coburger Land), zu Sachsen (Vogtland) und zur Oberpfalz (Steinwald, „Frankenpfalz“).

Naturräumlich beginnend im Westen mit dem Odenwald, im bayerischen Teil des Sandstein-Odenwaldes mit seinem Bunt-sandstein. Der „sichtbare“ Kristalline Odenwald ist nicht mehr auf bayerischen (fränkischem) Gebiet. Getrennt durch den Main folgt der Spessart, wiederum mit Buntsandstein aber auch mit kristallinen Gesteinen des Grundgebirges.

Es folgt die Rhön, mit seinen Basaltkuppen und -flächen. An-geschlossen ist  das Grabfeld, die Haßberge bis zum Coburger Land, das schließlich im  Frankenwald seine Begrenzung findet. Das Münchberger Land und das Vogtland schließen an das Fichtelgebirge („Sechsämterland“), den Steinwald, das Stiftland und den Oberpfälzer Wald an. Unsere Einheiten der Mittelgebirgs-Schwelle.

Innerhalb dieses Ringes aus sedimentären Ablagerungen und kristallinen Gesteinen des Grundgebirges teilt sich das Südwest-deutsche Schichtstufenland in das Oberpfälzische-Obermainische Hügelland, die Fränkische und die Schwäbische Alb, das Fränkische und Schwäbische Keuper-Lias-Land, die Neckar-Tauber-Gäuplatten und die Mainfränkischen Platten mit ihren Gäulandschaften.

Ein sortiertes „Konglomerat“ aus Gesteinen die bis zu 600 Mio. Jahre alt sind: Metamorphite, Plutonite und zum größten Teil Sedimente, von der Erdfrühzeit über die Zeit des „Sichtbaren Lebens“ vom Erdaltertum zum Erdmittelalter mit der Trias (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper) über den Jura bis zur Kreide und den Ablagerungen der Erdneuzeit, dem Tertiär.

In den ehemaligen Ur-Mainschottern bei Nürnberg kann man dies, mit etwas Glück, vom Frankenwald bis zum Jura nachvollziehen.

Offene Landschaften mit Überblick, weite und enge Täler mit Ausblick und Schluchten und Höhlen mit Einblick.

„Hier läuft der Weg von einem Paradies durchs andere“

Jean Paul

(„Sein Weg lief von einem Paradies durchs andere“). Siebenkäs - Blumen-Frucht- und Dornenstücke. 1796-1797.

 

 

Eines darf man bei dieser menschlichen Gliederung nicht übersehen: Die Schönheiten der Fränkischen Landschaften, ob nun - Odenwald - Spessart - Rhön - Frankenwald - Hofer und Münchberger Land - Fichtelgebirge - Oberpfälzer Wald - die Weißen Berge der Frankenalb, das Keuper-Lias-Land, ein Teil des Nördlinger Rieses und die Gäulandschaften. Jede hat ihren Reiz auf ganz unterschiedliche Art.

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