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Mineralien, Fossilien und Gesteine

Das Oberpfälzische und Obermainische Hügelland - in Arbeit

„Bayreuth ist eine wunderliebe Stadt. Man kann hier alle Annehmlichkeiten des Hofes ohne die Unannehmlichkeiten der großen Welt genießen“. 

(VOLTAIRE. 1743)


Naturraum

Das Oberpfälzische und Obermainische Hügelland (Bergland oder Bruchschollenland) ist ein teilweise, nur wenige Kilometer breiter Streifen vom Oberlauf des Mains bis zur Rodach und der Naab in der Oberpfalz. Die Europäische Hauptwasserscheide geht durch dieses Gebiet, das die Einzugsgebiete des Rhein (Main) und der Donau (Naab) trennt. 


Das Obermainische Hügelland beinhaltet die Neustädter-Sonneberger Gegend, das Kulmbacher-Bayreuther Hügelland die Städte Kronach, Kulmbach und Bayreuth u.a.. Das Oberpfälzische Hügelland schließt die  Städte Amberg, Sulzbach-Rosenberg (E-Teil), Weiden und Schwandorf u.a. ein. Eingeklemmt zwischen dem Frankenwald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer Wald, Naabgebirge und der Frankenalb stellt die Landschaft ein relativ sanftes Hügelland dar, das mit den ehemaligen, auf Oberpfälzer Seite liegenden Vulkanen, grandiose Ausblicke beschert.


Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.

(Seneca)

Geologie

Im Devon, Karbon und Perm entstand durch die Variszische Gebirgsbildung (380-300 Mio. J.) ein neues Gebirge - das Variszikum. Durch die tektonischen Vorgänge entstanden tiefe Grabenbrüche wie das „Weidener Loch“ (bis 1400 m) und der „Naabtrog“ (bis 2800 m) die durch den Abtragungsschutt dieses Gebirges, die sog. Rotliegend-Sedimente, nach und nach aufgefüllt wurden (im oberpfälzischen Teil ist die komplette Abfolge des Rotliegenden anzutreffen). Im trockenen, wüstenhaften Klima färbten sich die Sedimente rot (heute wird diese Einheit eher als bestimmte Gesteinsausbildung gesehen statt als Zeitmarke und naturräumlich meist zu den jeweiligen Gebirgen gezählt)

„als Jaspis …; in bunter Färbung als Achat, ebendaselbst und im Porphyr von Lenau und Aign“. (GÜMBEL. 1853).

Auch explosive, saure vulkanische Aktivitäten waren zu verzeichnen, der Rotliegend-Vulkanismus hinterlies seine Spuren mit den Rhyolithen. 

Rhyolith bei Lenau und ein geschliffener Jaspis.

Bereits im Obersten Karbon kam es zur Ablagerung von pflanzlichen Material, das in der Folge der Bedeckung durch andere Sedimente inkohlte: Steinkohlen-Flöze entstanden (wie auch im Ruhrgebiet). (Das Stockheimer Becken wird geologisch zum Frankenwald gerechnet und der Pingartener Porphyr zum Naabgebirge - die naturräumliche Karte läßt dies offen).

Perm bei Wolfersdorf, Burggrub und Stockheim.

Es folgen die Sedimente des Weißliegend und nach der Abtragung der Gebirge das Zechsteinmeer, das bei uns nur an wenigen Stellen sichtbar ist, in das nun entstandene Germanische Becken, aber nur bis zur Linie Nürnberg-Kulmbach (E).

Acker bei Burggrub: Vom Rotliegend zum Weißliegend, Zechsteindolomit, Burggrub.

„Wer in denselben Fluss steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu.“ (HERAKLIT).

Trias:

In der Zeit der „Dreiheit“, begrenzt durch das „Vindelizische Land“(S) und das „Böhmische Land“ (E) folgen im Wechsel marine und fluviatile Ablagerungen, die teilweise das Grundgebirge im Norden wieder überdecken am Rand des Germanischen Beckens (bei Weiden (500 m) und weitgehend ungegliedert; Richtung Nordwest gegliederter bis 1300 m).

Buntsandstein

Die durch große Flüsse abgelagerten roten Sandsteine (untergeordnet auch Tone, auch mit flächenhafte Überschwemmung) des Buntsandsteins zeugen von damaligen wüstenhaften Bedingungen und wurden im Oberen Buntsandstein langsam durch den Meereseinfluß von Tonen ersetzt (Rötton).

Das Kulmbacher Konglomerat zeigt die Nähe des Gebirges und seine beginnende Hebung. Die Kieselkrusten - Silcretes („Duricrust“), vor allem der Grenz-Karneolhorizonts (Solling-Folge), besticht mit kleinen Geoden aus Chalcedon, stellenweise rot geflammt und im inneren manchmal mit Bergkristallen.


Buntsandstein, Volpriehausen-Folge Haderleinswustung, das Röt (Fränkischer Chirotherien-Horizont an den Felsfundamenten des Bamberger Tores in Kronach, Karneole aus dem Buntsandstein.


Muschelkalk


In der Zeit des Muschelkalks dringt das flache Meer von Norden nach Süden vor. Sande, Tone und Kalksteine werden abgelagert und nach SE Dolomite, um schließlich mit sandigen Sedimenten am Rand des Meeres (Wackersdorf) diese Zeit zu beenden. Wellenrippel zeugen von den Wasserbewegungen. Im Mittleren Muschelkalk kommt es auch zu Ablagerungen von Gips (Anhydrit). Eine große Zahl an Spurenfossilien, Muschelschill, Ceratiten, Seelilien und Schlangensterne wurde aus diesen Schichten geborgen. Die Bleivererzungen aus den bleigehalten von Feldspäten bildeten die Grundlage für den Bleiabbau in Tanzfleck, Freihung (sie gehen entlang der Kluft auch in tiefere und höhere Bereiche).

Ceratit aus Ludwigschorgast und die beeindruckende Verbiegung der "Gelben Weide" bei Kulmbach.

„Was mich betrifft, so trau ich der Natur zu, daß sie noch am heutigen Tage Edelsteine uns bekannter Art bilden könne. Wer darf sagen, was noch heute an und in den ungeheuren meerbedeckten Gebirgsflächen möglich ist. Ja ich möchte dem Abgetrockneten, Zusammenhängenden (Kontinent) eine ähnliche, obgleich minder produktive Kraft nicht versagen.“

(GOETHE. 26.03.1816, "Über Bildung von Edelsteinen").

Keuper

S-SE Nürnbergs lag das Vindelizische Land. Erst in der Trias gebildet, verhinderte es das Vordringen der Tethys bis in die Zeit des Oberen Juras und trennte die Binnensedimente von den Meeressedimenten der Trias. Seichte Wasserlandschaften im Wechselspiel zwischen Meer und Festland.

Gipskeuper

Der Gipskeuper ist geprägt von Meeresvorstößen und dessen Rückzug. Es werden die Myophorienschichten des Gipskeupers abgelagert. Meist tonige Lagen mit Steinmergelbänken, die Richtung Oberpfalz in den Benker Sandstein übergehen. Die Tone und Sandsteinlagen der Estherienschichten mit ihren kleinen Schalenkrebsen, Muscheln, Quastenflosserreste, Haie und Nothosaurier zeugen vom Meer,  ebenso wie die Anhydrit-/Gipslager dieser Zeit. 

„Die Zechen, die sich Frey Feld nennen, sind schon Laut der Bergbücher vor 2-300 Jahren ausgenützet worden.“ (ANDREAS SCHLENCK, PERGMAISTER 1524-32). „Weißbleivererzungen“ (geologische werden die Vererzungen zu den Estherienschichten gezählt) führten zu Funden von Baryt, Coelestin und Bleiglanz u.a., wobei letzterer auch als Versteinerungsmittel von Hölzern fungierten (Wollau). Von Skandinavien aus wird der Schilfsandsteins, durch hohe Niederschläge bedingt, als Flußsande ins Becken gespült und der „Nordische“ und „Vindelizische“ Keuper vermischen sich. In der Oberpfalz gibt es sogar eine rötliche Variante. Die Lehrbergschichten beenden den Gipskeuper. 


Die Estherienschichten, Tongrube Barbaraberg, Cerrusit, Benker Sandstein, Pyromorphit und Roter Schilfsandstein.


„…denn von dem hohen Porksteine weg bis nach Amberg hin, und eben so einige Meilen in der Breite trifft man nichts als Sandsteinberge oder mit Sand bedeckte Flächen…“.

(MATHIAS v. FLURL. 1805.)

Sandsteinkeuper

Im warmen und trockenem Klima schirmte das Vindelizische Land (S-SE Nürnberg), erst in der Trias gebildet, das Tethysmeer vom Landesinneren ab. 

Die rein Festländischen Sand und Lettenablagerungen beginnen mit dem Blasensandstein und dem Coburger Sandstein um schließlich die Schichten des Burgsandsteins aufzubauen. Zum Abschluss des Mittleren Keupers folgen noch die roten Feuerlettentone. Wieder entstehen Bodenkrusten und „Chalcedonachate“ und Karneole (Blasensandstein) wurden gefunden.

Burgsandstein Weihersberg, "Chalcedonachate" Kohlberg, Opf. und Burgsandstein, Burgkunstadt.

„Wer schwach ist, aber fest sein möchte,

wer lau ist, aber brennen möchte,

wer feig ist, aber kühn sein möchte,

wer Knecht ist, aber Herr sein möchte,

der trage immer einen Karneol“. 

(KONRAD VON MEGENBERG).

Rhätolias

Oberer Keuper und das Rhät sind eine wichtige Stufe für Bausandsteine und Tone. In diesem Wechselfeld aus marinen (nicht im Bruchschollenland) und terrestrischen Ablagerungen des Küstengebiets mit dem ausgeprägten Deltas folgte im Rhätolias Frankens eine Übergangszone. Schwer zu fassen und nicht immer klar einzuteilen da hier im Küstenbereich Ablagerungen am Meer und an Land vorkommen, die Übergänge vom Rhätsandstein zum Hauptton von der Bamberg-Formation zur Bayreuth-Formation („Gümbelscher Sandstein“).  sind tw. fließend. Und so gibt es je nach Lage ein Wechselspiel zwischen Hauptton und Sandsteinen entstanden durch Flußablagerungen oder durch Meeressedimente. Die Creußener Flora (Thaumatopteris-Flora) mit teilweise herrvoragend erhaltenen Farnen, ist den Fossiliensammler hinreichend bekannt und sie bieten, ohne die Lias alpha 1 Sohlbank, die einzige Möglichkeit einer Grenzziehung.

Pflanzen Herbst/Ebnather/Pechgraben


Jura

Der Lias, der in der Oberpfalz nur gelegentlich erschlossen („Bodenwöhrer Halbgraben“) ist, gleicht mit seinen Sandsteinen den Rhätolias Übergangsschichten. Das Meer kam aus Oberfranken und breitete sie nach SE aus. Die Amaltheentone gibt es nur als küstennahes, oolithisches Roteisenerz. Die Posidonienschiefer sind normal bis sandig ausgebildet. Zahlreiche Fossilien fand man in den nur mehr rein marinen Sedimente (von Tonschiefer, Sandsteinen, Kalksteinen).

„…Eisensteinflötz selbst …Es bestehet aus lauter unförmigen Brocken und eckigen Körnern vom thonichten und dichtem braunen Eisensteine, …Die letzte Art wird hier Lebererz genennet, und nicht ohne Grund dem übrigen Stuffwerke weit vorgezogen“. (MATHIAS v. FLURL. 1805.)


Im „Dogger“ trennte sich Afrika wieder von Europa. Wir sind „Spanier“ und der Atlantik teilt nach und nach die Kontinente. Unser Vindelizisches Land versinkt im Meer. Es folgt der Opalinuston, Tonsteine mit einer Stärke von 60-100m, darauf folgend die Eisensandsteine und Eisenerzflöze (30-100 m).

Optisch beeindruckende Aufschlüsse befinden sich im Dogger Beta mit dem Abbau von wenig eisenhaltigen sog. „Glassanden“. Der Weiße Jura gehört bereits wieder zur Frankenalb.



Kreide

Die Untere Kreide beginnt mit 40 Mio. Jahren tropischer Erosion. In der Oberkreide wurde die alte Sutur der Fränkischen Linie (streichen NW-SE-Weidenberg-Goldkronach-Stadtsteinach-Burggrub/Freihunger Störungszone u.a. und über mehr als 200 km gut zu erkennen), der Luhe-Linie und dem Bayerischen Pfahl wiederbelebt. Das Grundgebirge wurde in einem Zeitraum von 60 -100 Mio. Jahren auf das Deckgebirge geschoben und so liegen z.B. bei Waldeck Epigneise auf Benkersandstein - ein Zeitensprung von 200 Mio. Jahren - (Hercynische Störungszonen NW-SE; Saxothuringische-erzgebirgische SW-NE). Diese Störungszonen, z. B.wie die Kulmbacher Störung (Versatz von 400-900m Buntsandstein wurden über jüngere Triaseinheiten geschoben)(„Gümbelscher Sandstein“), zerlegten die Gesteinsschollen und durch die Hebungen und Senkungen des Grundgebirges. So entstand das Bruchschollenland. Bereits im Perm vor 300 Mio. Jahre wurde diese Störungszone aktiv und die Gesteine wurden bis zu 2000 m Höhe gegeneinander verschoben (Zunahme der Sprunghöhe von N nach Süd: „Schiefe Ebene“ 1000 m, bei Weiden 2300 m). In der Oberkreide drang das Kreidemeer durch absinken des Deckgebirges und Hebung der Gebirge bis in unsere Gegend vor. Vor allem der „Regensburger Grünsandstein“ bis in die Amberger Gegend und der Erzhorizont belegen diese Zeit. Danach folgen in getrennten Bereichen marine und terrestrische Ablagerungen. Die „Kallmünzer“ und der „Auerbacher Kellersandstein“. Die Albenreuther Schotter stellen eine weitere mächtige Ablagerung in der Oberen Kreide dar.


„Die Grundmasse, worauf diese Basaltberge ruhen, ist also Sandstein, …“ …“Dort etwas Südwest hebt der majestätische Kulm ganz einsam und von den übrigen Bergen getrennet sein Haupt gegen die Sterne empor,…“. (MATHIAS v. FLURL. 1805.)

Tertiär (Paläogen-Neogen)


„Gesteinspalten“ bestimmen seit jeher die Vorgänge im Bruchschollen-Land und machen sich an der Oberfläche in markanter Weise bemerkbar. Wie andernorts drangen vulkanische Magmen ein (Oligozän-Miozän; ca. 29 Mio. - 20 Mio. Jahren): Die Feuerberge des Oberpfälzischen Hügellandes erhoben sich und der Egergraben entstand. Basalte und Tuffe entstanden und die vorhandenen Gesteine wurden aus den Kratern hinausgeschleudert und fielen wieder zurück um schließlich zu Trümmergesteinen (Brekzien) verbacken zu werden. Die Brekzien zeugen von explosiven Zeiten und einer „Abschreckung“ des über 1000ºC heißen Magmas mit dem Grundwasser. Teilweise entstanden dadurch sog. „Porzellanite“ - „Achatjaspis“. In der ruhigeren Phase füllten sich die Spalten mit Magma. Heute sehen wir nur noch die erodierten Reste der früheren Tuffwälle und Maare. Vielerlei Zeolithe wurden im „Kemnather Vulkanland“ gefunden (Lerchenbühl; Staudenhübel, Zinst u.v.a.).


Bilder: Parkstein/Panorama Kleiner Kulm/Keller Hoher Parkstein/Vulkane, „schönster Vulkankegel Europas“, Alexander v. Humboldt/////

Parkstein/Basalt/Tuff/Tuffit///374R004-Nr-20-Basaltkegel-Hoher-Parkstein

Felsenkeller Parkstein Xenolithe/Schlossberg Waldeck377R004-Schlossberg-SSW-Waldeck/Kleiner Kulm Xenolithe- Tonsteine zu „Porzellanite“ Achatjaspis Brekzie374R002-Kleiner-Kulm/7Rauher Kulm


Neogen

Die Braunkohlelager um Wackersdorf entstammen aus dieser Zeit, gebildet im Flußtal der Ur-Naab. Mineralien wie Gips, Vivianit, Pyrit und Schwefel (Rosickyit) wurden gefunden. Ganze Baumstämme (Wasserfichte, Gagel, Erle u.a.) in Lebensstellung wurden entdeckt, aber auch Krokodile, Schildkröten und Fische.

Bild: Wackersdorf

In der jüngeren Zeit entstanden die Blockhalden des Rauhen Kulms (Quartär-Pleistozän)


„Daß übrigens die ambergischen Eisensteinflöze sehr mächtig und ausgebreitet seyn müssen, können Sie daraus schließen; weil schon seit mehr als sechshundert Jahren darauf gebauet wird, und also schon einige Millionen Seidel Erze an Tage gebracht worden sein müssen.“ (MATHIAS v. FLURL. 1805.)


Bergbau

Die Stockheimer Steinkohle wurde auf der „Adam-Friedrich-Grube“-Katharinenzeche bis 1968 abgebaut (Geologisch zählt Stockheim zum Frankenwald, naturräumlich ist es aber noch Obermainisches Hügelland).

Auf die bleierzhaltigen („Weißbleierz“) Sandsteine bei Freihung, Wollau, Döllnitz und Eichelberg fand bereits im Mittelalter im reger Abbau statt. Die Lagerstätten sind an die Freihunger Störungszone gebunden und reichen vom Buntsandstein bis in die höheren Schichten und sind durch syngenetische und sekundäre Anreicherungen aus ehemaligen bleiführenden Mineralgängen des Naabgebirges entstanden (ev. im Zusammenspiel mit der Bleiglanzbank der Estherienschichten). Die Grube Vesuv bei Tanzfleck ist in Sammlerkreisen ein Begriff mit den schönen Pyromorphit- u. Cerrusitkristallen u.a. aus dem imprägnierten Sandsteinen der Benker Formation. Der letze Untersuchungsbergbau fand 1938-1945 statt.

„Im Tal der Weißen Berge“

Kaolin, das „Weiße Gold der Oberpfalz“ wurde bereits seit 1833 gefördert, entstanden aus dem tiefgründig verwitterten Granit der angrenzenden Gebirge in der Zeit des Buntsandstein (250-243 Mio; Kaolinsande 80%Quarz/10-20%Kaolinit/0,10%Feldspat) Die Feldspäte des Granits wurden kaolinisiert. Von der Porzellanherstellung über Füllstoffe für die Papierindustrie oder als Streichpigment u.v.a. Verwendungen. Das „Abfallprodukt“ Quarz lies mit dem Monte Kaolino eine touristische Attraktion entstehen.

Das einzig mir bekannte Bergwerk im Muschelkalk ist das Gipsbergwerk bei Döhlau. Noch heute werden in den Estherienschichten der Tongrube am Barbaraberg Tonsteine sporadisch abgebaut und die Schilfsandsteine des Gipskeupers waren seit jeher ein gesuchter Werkstein.


Große Gruben zum Abbau von „Glassanden“ des sandigen Doggers bieten nicht nur ein fantastisches Farbenspiel, sondern finden in der Glasproduktion Verwendung.


Der Eisenerzabbau um Amberg, Auerbach und Sulzbach-Rosenberg (Oberpfälzisches Hügelland und Frankenalb) wurden bereits 1305 erwähnt (Rechte am Erzberg wurden bereits 787 vom Karl dem Großen an Amberg vergeben) und führten1853 zur Gründung der Eisenwerk-Gesellschaft Maxhütte. Allein die Grube „Eichelberg“ förderte bis zu 180.000 Tonnen/p.a. Sie entstanden im verkarsteten Kalkstein durch den Zusammenfluss eisenreicher Lösungen (Schwarzwässer) mit dem kalkreichen Grundwässern wurde das Eisen als dichter Brauneisenstein ausgeschieden. Die Eisenerzlager der Amberger Erzformation beinhalteten eine Vielzahl an schönen Mineralien, vom stalaktitischen Limonit, Siderit, Apatit, Todorokit bis zum Churchit-(Y) (dem früheren Weinschenkit) u.a..

Das „Flussmittel“ kam direkt aus dem benachbarten Naabgebirge: der Fluorit aus den Gängen bei Nabburg, Wölsendorf und Lissenthan. Die eine Unmenge an schönen Sammlerstufen geliefert haben. 

371G001-Eisenerzabbau-Anna-Schacht/Bild Fluorit

In Küstennähe ausgeschiedene Roteisensteine im Lias-Meer (Lias Delta) werden stellenweise als Farberde gewonnen und es bildeten sich nochmals sedimentäre Eisenerze in der Kreide (B. v. FREYBERG 1951).

Bild: Farberde

Die Ablagerungen der Braunkohle bei Wackersdorf (entdeckt 1805 und abgebaut von 1807-1982), waren ein bedeutender wirtschaftlicher Standort. Statt der Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe wurde daraus das Oberpfälzer Seenland. In abflusslosen Becken wurde die Braunkohlen gebildet. (Wackersdorf bei Schwandorf; Obermiozän)



Und ob Sie nun das Seidel als Amberger- (5 1/2 Bayer. Kubikfuß), Bodenwöhrer- (7 1/2 Bayer. Kubikfuß) oder Fichtelberger Maß (Seidel=6 1/2 Bayer. Kubikfuß) benutzen, in der heutigen Bedeutung wäre dies deutlich zu viel.


Mit einem freundlichen Gruß aus dem Oberpfälzisch-Obermainischen Hügelland und dessen schönsten Geotopen.





Der Stockheimer Steinkohle, dem Pingartener Porphyr, der Bodenmühlwand, Bayreuth, den Kaolinabbau bei Hirschau-Schnaittenbach und die Wackersdorfer Braunkohle. 

Links 

vfmg-weiden.de

Museum Vulkanerlebnis Parkstein

Bergbaumuseum Maffeischächte


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